Vom Pfarrbauern bis zum Kerkhofener Dorfspruch

Pfarrbauer (Nr.1 - geht auf das ehemalige Pfarrhaus für Kerkhofen-Hofen zurück), Wirt (Nr.2), Schuster (Nr.3),De Vedern (Nr.4), Flicker (Nr.6), Tammer (Nr.6 -; Thomas),Großmoa (Nr.7), Orwa (Nr.8), Bachala (Nr.9), Lippn ( Nr.10), Maurer (Nr.11), Lenzerbauer (Nr.12), Rundn (Nr.13 Rundn- Willi und / Nr.14 Rundn-Schorsch), Kohler (Nr.15), Betzn (Nr.16). De Untern (Nr.18), Gerchadam (Nr.19 - Georg-Adam),De Hintern (Nr.22), Schneider (Nr.23), De Ewern (Nr.24).

Kirche Kerkhofen

Mit den Hausnamen ist eng eine Eigenart in manchen Dörfern des Landls erhalten: Man gab und gibt von Alt an Jung einen Dorfspruch weiter. Diese Dorfsprüche weisen in Einzelheiten oft weit zurück auf Geschichten und Ereignisse die mit den einzelnen Häusern verbunden waren. Einen solchen Dorfspruch kennt man noch heute in Kerkhofen:

Beim Schuster, da geits a,
der Wirt is a gschnupferta Mo 
der Pfarrbauer hat a lange Stanga
kann's da Großmo kam dalanga. 
Der Schneider heut a narrat's Wei,
da sagt der Orwa: "Gei her, i dahau das gschei!"
Da Bacherla is a Morgenstern,
der Lipp frißt die Broutwirscht gern. 
D'Maura ham a houchi Stapfe, 
d'Lenzerbauern hat a großi Waffe. 
D'Rundn ham vei Taum 
mou da Hierta dreckla vom Oasch wegglam. 
Kohleri hout sei Haum verlorn, 
waar da Betz bal narrat woan. 
D'Ewern ham a groußi Mistn 
hom de Untern scho oft draf gschissn. 
Da Gerchadam haut an grouße Schnurrn, 
der Dammer haut an Hout wei da Kärchaturm.
D'Flicka is da Stricka. 
D'Hinta (Veda) haut a z'rissne Kärm, 
da sagt da Veda (Hinta): "Gei her, i flick das gern!"

 

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